Kobudo bedeutet alte (Ko) Kampfkunst (Budo) und ist eine Kampfkunst, deren Ursprung in Okinawa liegt und erstmals 1243 in einem Kriegsbericht erwähnt wurde.

 



Kobudo ist rein defensiv und darf wie auch Karate nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden.

In Deutschland ist Kobudo durch verschiedene Verbände vertreten. Das Kobudokan Dojo Steinen ist Mitglied im Kampfkunst Kollegium Deutschland KKD und in der Deutschen Kobudo Verband DKV e.V.

 



Das heutige Kobudo ist vielfach eine Sekundärsportart, die die waffenlosen Kampfkünste wie Karate und Aikido ergänzt. Grundkenntnisse und Fertigkeiten in den waffenlosen Künsten erleichtern zwar den Umgang mit Kobudowaffen, doch ist ein Erlernen dieser Waffen auch ohne vorherige Kenntnisse im Karate möglich.

 

Während manche Kobudo Dojos Kata orientiert unterrichten, legen andere Schulen den Schwerpunkt auf Partnerübungen.

Kobudokan Dojo Steinen - Kobudo Prüfung 2011 Kobudokan Dojo Steinen - Prüfung 2011

Das Kobudokan Dojo Steinen unterrichtet die klassischen Kobudo-Waffen, als
Basiswaffe den Bo (Stock), das Bokken (Holzschwert), den Tonfa und den Sai
basierend auf den drei Säulen:

 



Kihon

bei dem die Grundtechniken (Waza) des Kobudo einzeln oder in Kombinationen trainiert
werden. Dabei kommen Schläge (Uchi), Stöße (Tsuki), Blocktechniken (Uke) sowie
Hebel und Feger zum Einsatz. Ausgeführt werden die Techniken in Stellungen
(Dachi) wie Zenkutsu-Dachi, Kokutsu- Dachi, Kika- und Shiko-Dachi, usw..
Besonderer Wert wird auf die exakte, zielgrichtete, kraftvolle aber auch
geschmeidige Technik aus der optimalen Distanz gelegt.

 

Kata

bei dem klassische Kobudo bzw. Bo Kata erlernt und gefestigt und dann im Bunkai mit

Partner Techniken und Sequenzen aus den Kata in der praktischen Anwendung
trainiert werden. Wir trainieren derzeit Ten Ryu No Kon und Shushi No Kon.

 

Kumite

Kampf oder Partnerübung, bei der Block- und Angriffstechniken zusammen mit dem Partner

angewendet werden bis hin zum freien Kampf mit Waffen.

Kobudo Waffen

Kobudo-Waffen gibt es in den verschiedensten Varianten und Formen. Hier die wichtigsten Waffentypen mit Bild und kurzer Beschreibung:

 

Bo (Langstock, ca.180cm)


Der Bo, ursprünglich wahrscheinlich ein hölzerner Wanderstab, ist die Grundform einer ganzen Reihe von Stockwaffen des Kobudo. Verwendung finden verschiedene Längen (30 - 270cm), Materialien (Eiche, Bambus) und Formen (rund, achteckig, sechseckig, konische zulaufende Enden).

 

Hanbo ("halber Bo", ca.90 cm)


Eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe. s.a. BO

 

Tonfa (Stock mit Quergriff)


Ursprünglich der Griff einer Getreidemühle, ist das Tonfa heute eine gängige Polizeiwaffe. Früher nur aus Holz, rund, halbrund oder viereckig. Moderne Formen auch aus Metall oder Kunststoff. Verwendung traditionell paarweise, modern TONFA/ MES-POLICE-BATON auch als Einzelwaffe.

 

Kama (Sichel)


Ursprünglich ein Gerät zum Ernten von Reis. Eine der wenigen Kobudowaffen mit Klinge. Wird meist paarweise verwendet. Varianten mit Handschlaufe, Kette oder Seil mit Gewicht am Ende.

 

Sai (Metallgabel)


Ein kleiner Dreizack, der paarweise verwendet wird. Eine Saigabel ist ausgezeichnet dazu geeignet, ein Schwert zu blocken, einzuklemmen und zu abzubrechen.

 

Nunchaku


Der Ursprung dieser Waffe ist nicht gesichert, vermutlich ist sie aus Pferdezaumzeug entstanden. Es existieren runde, halbrunde, achteckige, sechseckige und konisch zulaufende Varianten. Neben dem zweigliedrigen Nunchaku gibt es auch noch mehrgliedrige Formen. Die Verbindung zwischen den Gliedern besteht aus einer kurzen Hanfschnur oder Kette.

 

Diese Waffe ist in Deutschland ebenso wie Shuriken (Wurfsterne) (leider) verboten.