SAMURAI FAMILY
Quality Time in Bewegung
Das gemeinsame Kampfkunst- und Bewegungsprogramm für Kinder von 4 bis 7 Jahren und Familie entwickelt im Samurai Kids Dojo Steinen von Sensei und Diplom Karatelehrer Karl-Hans König, 8. Dan
Programmlinie: Samurai
Kids®
Programmname: SAMURAI FAMILY
Claim: Quality Time in Bewegung
Leitgedanke:
Gemeinsam bewegen. Gemeinsam Kampfkunst lernen. Gemeinsam wachsen.
Die Idee
SAMURAI FAMILY ist ein gemeinsames Bewegungs-, Kampfkunst- und Werteprogramm für Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren und eine vertraute Bezugsperson.
Das kann sein:
Das Besondere:
Das Kind trainiert nicht, während der Erwachsene zuschaut.
Beide trainieren miteinander.
Der Erwachsene wird zum Trainingspartner, Unterstützer und Vorbild des Kindes.
Die Trainingszeit soll deshalb mehr sein als Kampfkunstunterricht.
Sie ist: QUALITY TIME.
45 Minuten, in denen Smartphone, Alltag, Arbeit und Ablenkung draußen bleiben und Kind und Bezugsperson ihre Aufmerksamkeit ganz bewusst miteinander teilen.
Pädagogische Grundidee
Kinder zwischen vier und sieben Jahren lernen in besonderem Maße über:
Bewegung – Spiel – Wiederholung – Beziehung – Vorbilder – Erfolgserlebnisse.
SAMURAI FAMILY verbindet diese Elemente miteinander.
Die wissenschaftliche Grundlage dafür ist gut nachvollziehbar:
Direkte Einbeziehung von Eltern kann bei Kindern zwischen zwei und sieben Jahren die Entwicklung grundlegender motorischer Fertigkeiten unterstützen. Besonders positiv erscheinen gemeinsames Eltern-Kind-Handeln, klare Anleitung und die Befähigung der Eltern, Bewegungsfertigkeiten mit ihren Kindern zu üben.
Strukturierte Bewegungsprogramme können grundlegende motorische Fertigkeiten wie Laufen, Springen, Balancieren, Werfen oder Fangen im Vorschulalter verbessern. Neuere Metaanalysen sprechen insbesondere für eine Kombination aus gezielter Struktur und spielerischem Lernen.
Die American Academy of Pediatrics betont darüber hinaus, dass gemeinsames entwicklungsangemessenes Spiel soziale, emotionale und kognitive Fähigkeiten sowie Selbstregulation und exekutive Funktionen unterstützen kann.
Responsive Interaktionen zwischen Kind und vertrauter Bezugsperson – das gegenseitige Wahrnehmen, Antworten und Reagieren – unterstützen nach dem Center on the Developing Child der Harvard University soziale und kognitive Entwicklung.
SAMURAI FAMILY erhebt dabei nicht den Anspruch einer Therapie oder eines medizinischen Förderprogramms. Es ist ein pädagogisch und sportwissenschaftlich orientiertes Bewegungs- und Kampfkunstprogramm.
Die fünf Entwicklungsbereiche von SAMURAI FAMILY
KÖRPER – „Ich kann das.“
Entwicklung grundlegender motorischer Fähigkeiten:
Die Kampfkunst liefert dafür den spielerischen Rahmen.
KOPF – „Ich passe auf.“
Förderung von:
Ein wichtiges Prinzip lautet:
STOPP – SCHAU – HÖR – MACH.
Das Kind lernt, eine Handlung zunächst wahrzunehmen und anschließend bewusst auszuführen.
HERZ – „Ich traue mich.“
Entwicklung von:
Das Kind soll erleben:
„Ich konnte es gestern noch nicht. Heute kann ich es. Und morgen bestimmtt noch besser.“
Fehler sind deshalb im SAMURAI FAMILY Training keine Niederlagen.
Fehler sind Lernschritte.
WERTE – „Ich werde ein kleiner Samurai.“
Die Samurai-Kids-Werte werden nicht theoretisch erklärt, sondern im gemeinsamen Handeln erlebt.
Zentrale Werte sind:
Respekt
Wir achten aufeinander.
Mut
Wir probieren etwas aus.
Hilfsbereitschaft
Wir helfen unserem Partner.
Ehrlichkeit
Wir spielen fair.
Disziplin
Wir hören zu und halten Regeln ein.
Durchhalten
Wir geben nicht beim ersten Versuch auf.
Verantwortung
Stärkere helfen Schwächeren.
Teambildung und Gemeinschaft
Gemeinsamkeit und Safe Space für alle
FAMILIE – „Wir schaffen das gemeinsam.“
Dies ist das zentrale Alleinstellungsmerkmal des Programms. Das Kind erlebt seine Bezugsperson nicht als Zuschauer am Mattenrand, sondern als:
Partner – Vorbild – Unterstützer – Mitspieler – Mutmacher - Vertrauensperson.
Der Erwachsene erlebt wiederum das Kind in einer anderen Situation als im Alltag. Er sieht:
Dadurch entstehen gemeinsame Erfahrungen. Und der Sensei stellt sicher, dass beide in einem geschützten Rahmen Kampfkunst und Selbstverteidigung lernen.
Genau das ist SAMURAI FAMILY QUALITY TIME.
Die Rolle der Bezugsperson
Die Erwachsenen sind ausdrücklich keine Hilfstrainer. Sie sollen das eigene Kind auch nicht korrigieren, bewerten oder mit anderen Kindern vergleichen.
Ihre Aufgabe besteht aus fünf einfachen Rollen:
VORBILD Ich mache selbst mit.
PARTNER Ich übe mit meinem Kind.
MUTMACHER Ich ermutige, statt zu kritisieren.
SICHERHEIT Ich gebe meinem Kind körperlich und emotional Sicherheit.
FREUDE Ich zeige meinem Kind, dass gemeinsames Lernen Spaß macht.
Ein wichtiger Trainersatz an die Erwachsenen lautet:
„Heute müssen Sie Ihrem Kind nichts beibringen. Dafür sind wir Trainer da. Ihre wichtigste Aufgabe ist, gemeinsam mit Ihrem Kind Spaß zu haben.“
Die SAMURAI-FAMILY-Regel
Für alle Erwachsenen gilt:
ZEIGEN – HELFEN – LOSLASSEN.
Zeigen:
Der Erwachsene macht eine Aufgabe gemeinsam mit dem Kind.
Helfen:
Das Kind erhält nur so viel Unterstützung wie nötig.
Loslassen:
Sobald das Kind etwas alleine bewältigen kann, bekommt es die Möglichkeit dazu.
Damit soll vermieden werden, dass Erwachsene Aufgaben für das Kind übernehmen.
Das Ziel lautet:
So viel Unterstützung wie nötig – so viel Selbstständigkeit wie möglich.
Stundenstruktur – 45 Minuten
Jede Einheit folgt grundsätzlich demselben Ablauf.
Das gibt gerade Kindern zwischen vier und sieben Jahren Orientierung und Sicherheit.
|
Zeit |
Phase |
Inhalt |
|
0–3 Min. |
Samurai-Begrüßung |
Aufstellung, Verbeugung, gemeinsames Ritual |
|
3–8 Min. |
Family Warm-up |
spielerische gemeinsame Bewegung |
|
8–15 Min. |
Samurai Motorik |
Koordination, Gleichgewicht, Reaktion, Parcours |
|
15–25 Min. |
Samurai Technik |
altersgerechte Kampfkunst-Grundlagen |
|
25–34 Min. |
Family Partnerzeit |
Kind und Bezugsperson lösen gemeinsame Aufgaben |
|
34–39 Min. |
Samurai Challenge |
kleine Herausforderung/Spiel |
|
39–42 Min. |
Samurai Wert |
kurze Mondo-/Wertephase |
|
42–45 Min. |
Quality-Time-Abschluss |
gemeinsames Ritual, Erfolg würdigen, Verabschiedung |
Das Verhältnis soll ungefähr sein:
70 % Bewegung und Erleben
20 % gezieltes Lernen
10 % Rituale, Werte und Reflexion
Lange Erklärungen werden vermieden. Mondo dient der Schulung der Aufmerksamkeit, des Fokus und der Gewaltpräbvention.
Die 12 SAMURAI-FAMILY-Einheiten
Das Grundprogramm besteht zunächst aus 12 Wochen (Reihenfolge kann varieieren!)
.
Woche 1 – WIR SIND EIN TEAM
Wert: Vertrauen
Ziele:
Kennenlernen, Nähe zulassen, Regeln verstehen und gemeinsam erste Bewegungsaufgaben lösen.
Botschaft: „Bei Samurai Family sind wir Partner.“
Woche 2 – ICH PASSE AUF
Wert: Disziplin
Schwerpunkte:
Reaktionsspiele, Start-Stopp-Aufgaben, optische und akustische Signale.
Botschaft: „Ein Samurai hört, schaut und handelt.“
Woche 3 – ICH FINDE MEIN GLEICHGEWICHT
Wert: Ruhe
Schwerpunkte:
Balancieren, Einbeinstand, Partnerbalance, Ziehen und Nachgeben.
Botschaft: „Stark sein bedeutet auch, ruhig sein zu können.“
Woche 4 – ICH BIN MUTIG
Wert: Mut
Schwerpunkte:
kleine Hindernisse, Sprünge, Rollen, unbekannte Bewegungsaufgaben.
Der Erwachsene unterstützt, ohne dem Kind die Aufgabe abzunehmen.
Botschaft: „Mut bedeutet: Ich probiere es.“
Woche 5 – GEMEINSAM SIND WIR STARK
Wert: Zusammenarbeit
Schwerpunkte:
Partneraufgaben, gemeinsames Transportieren, Spiegelübungen, Bewegungen synchronisieren.
Botschaft: „Wir arbeiten miteinander, nicht gegeneinander.“
Woche 6 – ICH KANN STOPP SAGEN
Wert: Selbstbehauptung
Schwerpunkte:
Körperhaltung, Blickkontakt, Stimme, Abstand.
Erste altersgerechte Gewaltprävention:
STOPP! – Abstand! – Hilfe holen!
Botschaft: „Mein Körper gehört mir.“
Woche 7 – STARK UND VORSICHTIG
Wert: Verantwortung
Schwerpunkte:
Kraft dosieren, halten, ziehen, schieben, kontrolliertes Partnertraining.
Botschaft: „Ein Samurai benutzt seine Kraft verantwortungsvoll.“
Woche 8 – ICH GEBE NICHT AUF
Wert: Durchhalten
Schwerpunkte:
Aufgaben mit mehreren Versuchen, kleine Challenge, Hindernisparcours.
Botschaft: „Noch nicht geschafft bedeutet nicht: Ich kann es nicht.“
Woche 9 – ICH HELFE DIR
Wert: Hilfsbereitschaft
Schwerpunkte:
Partner sichern, gemeinsam Hindernisse überwinden, jemand anderem Erfolg ermöglichen.
Botschaft: „Ein guter Samurai hilft anderen.“
Woche 10 – RESPEKT
Wert: Respekt
Schwerpunkte:
Begrüßung, Verbeugung, Abstand, Rücksichtnahme, Regeln im Partnertraining.
Botschaft: „Wir behandeln andere so, wie wir selbst behandelt werden möchten.“
Woche 11 – DIE FAMILY CHALLENGE
Alle Bereiche werden verbunden:
Motorik
Kampfkunst
Mut
Koordination
Zusammenarbeit
Werte
Kind und Bezugsperson absolvieren gemeinsam verschiedene Stationen.
Nicht: Wer ist der Beste?
Sondern: „Was schaffen wir gemeinsam?“
Woche 12 – WIR SIND SAMURAI FAMILY
Abschlusseinheit.
Wiederholung beliebter Aufgaben.
Gemeinsame Family Challenge.
Kurze Abschlusszeremonie.
Das Kind erhält eine:
SAMURAI FAMILY URKUNDE
Optional erhalten Kind und Bezugsperson ein gemeinsames Abzeichen, einen Sticker oder einen Family-Badge.
Botschaft: „Wir haben gemeinsam trainiert. Wir haben gemeinsam gelernt. Wir sind gemeinsam gewachsen.“
Das Quality-Time-Ritual
Jede Stunde endet mit einem kurzen persönlichen Moment.
Kind steht vorne zum Sensei, die Bezugsperson stehen hinter ihm.
Der Trainer stellt nur eine Frage:
„Was hat dein Partner heute gut gemacht?“
Der Erwachsene nennt etwas, das das Kind gut gemacht hat.
Anschließend darf das Kind – wenn es möchte – auch etwas über den Erwachsenen sagen.
Beispiele:
„Papa hat mir geholfen.“
„Mama war mutig.“
„Opa konnte gut balancieren.“
„Meine Tochter hat heute nicht aufgegeben.“
Damit endet die Stunde bewusst positiv und beziehungsorientiert.
Die Family Challenge für zuhause
Einmal pro Woche erhält die Familie eine winzige Aufgabe.
Keine Hausaufgabe.
Keine Pflicht.
Maximal fünf Minuten.
Beispiele:
gemeinsam zehnmal einen Ball fangen;
30 Sekunden zusammen auf einem Bein stehen;
einen kleinen Wohnzimmer-Parcours bauen;
abwechselnd eine Bewegung vormachen und spiegeln;
gemeinsam dreimal laut und deutlich „STOPP!“ üben;
einander sagen:
„Das hast du heute gut gemacht.“
Damit wird Samurai Family vom einmaligen Training zu einer kleinen Familienroutine.
Trainerprinzipien
Trainer sprechen:
kurz – positiv – verständlich – bildhaft.
Nicht: „Das war falsch.“
Sondern: „Probiere einmal diese Variante. Auch du kannst das“
Nicht: „Du kannst das nicht.“
Sondern: „Das schaffen wir Schritt für Schritt.“
Nicht: „Papa, helfen Sie ihm!“
Sondern: „Geben Sie ihm erst einen Moment – vielleicht findet er selbst die Lösung.“
Das Kind soll möglichst häufig selbstwirksam handeln.
Leistungsprinzip
SAMURAI FAMILY kennt keinen klassischen Leistungsvergleich.
Es gibt kein:
schneller – höher – besser als die anderen.
Stattdessen gibt es drei Vergleichsebenen:
ICH
Was kann ich heute besser als vorher?
DU
Wie kann ich meinem Partner helfen?
WIR
Was können wir gemeinsam schaffen?
Das ist die Philosophie des Programms:
ICH – DU – WIR.
Inklusion und unterschiedliche Fähigkeiten
Jede Aufgabe sollte mindestens drei Schwierigkeitsstufen besitzen:
SAMURAI START
leichte Variante
SAMURAI PLUS
mittlere Variante
SAMURAI CHALLENGE
anspruchsvollere Variante
Damit können Kinder mit unterschiedlichen motorischen Voraussetzungen gemeinsam trainieren.
Ein Kind soll niemals öffentlich als „schwach“ oder „schlecht“ eingeordnet werden.
Es entscheidet gemeinsam mit Trainer und Partner:
„Welche Challenge passt heute zu mir?“
Sicherheit
Bei Partnerübungen gelten fünf Grundsätze:
Kontrolle vor Geschwindigkeit.
Technik vor Kraft.
Kein Schmerz als Trainingsziel.
STOPP bedeutet sofort STOPP.
Der Stärkere trägt Verantwortung für den Schwächeren.
Techniken und Partnerübungen werden für die Altersgruppe 4–7 entsprechend angepasst.
Erfolgskontrolle
Nicht Gürtel oder sportliche Leistung stehen im Vordergrund.
Der Trainer beobachtet fünf Entwicklungsbereiche:
|
Bereich |
Beobachtung |
|
Bewegung |
Koordination und grundlegende Motorik |
|
Aufmerksamkeit |
Zuhören und Signale umsetzen |
|
Selbstständigkeit |
Aufgaben zunehmend alleine lösen |
|
Sozialverhalten |
Rücksichtnahme und Zusammenarbeit |
|
Selbstvertrauen |
Neues ausprobieren und durchhalten |
Die Beobachtung dient nicht der Benotung, sondern der individuellen Förderung.
Das Markenversprechen
SAMURAI FAMILY soll bei Eltern mit einem einzigen Gedanken verbunden werden:
„Das ist unsere gemeinsame Zeit.“
Nicht einfach Kinderkarate. Nicht einfach Eltern-Kind-Turnen. Nicht einfach Kampfkunst.
Sondern: Bewegung + Kampfkunst + Werte + Beziehung.
Positionierung nach außen
SAMURAI FAMILY
Quality Time in Bewegung
45 Minuten nur für euch.
Gemeinsam bewegen.
Gemeinsam lachen.
Gemeinsam Herausforderungen meistern.
Gemeinsam stärker werden.
Für Kinder von 4 bis 7 Jahren mit Mama, Papa, Oma, Opa oder einer vertrauten Bezugsperson.
SAMURAI FAMILY verbindet altersgerechte Kampfkunst, Motorik, Werteerziehung und wertvolle gemeinsame Familienzeit.
Denn das größte Geschenk, das wir Kindern geben können, ist nicht nur Training.
Es ist unsere Aufmerksamkeit.
Die Kurzformel des gesamten Programms
BEWEGEN
Wir entwickeln den Körper.
LERNEN Kampfkunst
Wir entwickeln Aufmerksamkeit und Fähigkeiten.
ERLEBEN Gemeinschaft und Gemeinsamkeit
Wir schaffen gemeinsame Erfahrungen.
WACHSEN Selsbtvertrauen Selbstwertgefühl
Wir stärken Selbstvertrauen und Werte.
VERBINDEN Familie stark machen
Wir schenken einander Quality Time.
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